Daten zur Geschichte
     
     
 

1892 bis 1913
1939 bis 1966
1967 bis 1978
1984 bis 1997

1998 bis 2001
2002 bis 2005
2006 bis 2008

 

1892

Gründung der "Heil- und Pflegeanstalt für epileptische Kinder im Großherzogthum Baden" durch die Großherzogin Luise von Baden in Zusammenarbeit mit dem Landesverein für Innere Mission.
Die ursprüngliche Aufgabenstellung bezog sich auf die Schulausbildung epilepsiekranker Kinder, die wegen ihrer Anfälle der Schule verwiesen worden waren. Sie wurden im Korker Schloss aufgenommen und konnten zum Teil nach ihrer Schulzeit wieder an ihren Herkunftsort entlassen werden. Damals wie heute gab es jedoch auch Menschen, die wegen der Schwere ihrer Epilepsie und einer zusätzlichen geistigen oder körperlichen Behinderung nicht zu Hause betreut werden konnten, so dass sie auf einen Daueraufenthalt in Kork angewiesen waren. Als erste Erweiterung wurde 1896 die Alte Landschreiberei gekauft.

       
    1901 Nachdem auch Erwachsene in Kork aufgenommen wurden, nannte sich die Einrichtung "Heil- und Pflegeanstalt für Epileptische".
       
    1903 Neubau eines Wohnheims. Es diente auch der Verwaltung der Einrichtung und wurde zudem für Mitarbeiterunterkünfte genutzt; seine Bezeichnung lautet auch heute noch "Hauptgebäude".
       
  1913 Neubau eines weiteren Wohnheims, mit dem der Raumbedarf gedeckt werden sollte, der aufgrund großer Nachfrage entstanden war. Das Haus diente nach 1950 als Evangelisches Diakonissenkrankenhaus Kork.Ende der 30er Jahre lebten bereits rund 260 Menschen mit Epilepsie und zusätzlichen Behinderungen in Kork.
       
  1892 bis 1913
1939 bis 1966
1967 bis 1978
1984 bis 1997
1998 bis 2001
2002 bis 2005
2006 bis 2008
1939 Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurde die Einrichtung nach Stetten im Remstal evakuiert. Sie kehrte erst im Sommer 1940 nach Kork zurück.
     
  1940 In zwei Transporten wurden 113 Kinder, Jugendliche und Erwachsene nach Grafeneck auf der Schwäbischen Alb deportiert und dort im Zuge der "Aktion T 4" vergast und verbrannt.
(Im gesamten Deutschen Reich wurden 1940 und 1941 insgesamt 70.000 Menschen, die in Heil- und Pflegeanstalten und in landespsychiatrischen Krankenhäusern lebten, systematisch erfasst und ermordet, weil sie krank oder behindert waren.)
       
    1941

Im Zusammenhang mit der Tötungsaktion wurde der Name der Einrichtung auf "Korker Anstalten - Heime für Kranke, Gebrechliche und Alte" geändert. Zugleich wurde das Aufgabengebiet der Einrichtung auf die Pflege alter, nicht epilepsiekranker Menschen erweitert.

       
    1948

Da die Stadt Kehl bis 1953 französisch besetzt war, wurde in Kork das Diakonissenkrankenhaus mit 40 Betten in einer Chirurgischen Abteilung eröffnet, 1950 folgte die Eröffnung einer Abteilung für Innere Medizin (40 Betten) sowie eine Entbindungsstation.

       
    1964

Einrichtung einer provisorischen Werkstatt für Behinderte. Bis zu diesem Zeitpunkt fanden erwachsene Bewohnerinnen und Bewohner Beschäftigung oder einen Arbeitsplatz in der Hauswirtschaft, in der hauseigenen Gärtnerei oder in der Landwirtschaft.

       
  1966

Neubau der Oberlinschule, einer Schule für körperbehinderte Schüler.Ursprünglich war die Schule Teil der Heimsonderschule mit Wohnangeboten für Kinder und Jugendliche.

       
 

1892 bis 1913
1939 bis 1966
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1984 bis 1997
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2002 bis 2005
2006 bis 2008

1967

Die Epilepsieklinik für Kinder und Jugendliche mit 44 Betten verbessert die regionale und überregionale medizinische Versorgung für epilepsiekranke Menschen, die an therapieresistenten Epilepsien leiden.

     
  1970

Eröffnung der Fachschule für Sozialpädagogik - Fachrichtung Heilerziehungspflege mit 60 Ausbildungsplätzen.

       
    1975

Neubau der Werkstatt für Behinderte mit seinerzeit 120 Plätzen. In den Hanauerland Werkstätten arbeiten derzeit 300 Personen aus Wohnangeboten des Wohnverbunds Kork sowie aus den Wohnorten Kehl, Rheinau und Willstätt. In der Heilpädagogischen Förderung werden 150 schwer oder schwerstmehrfach behinderte Menschen tagsüber begleitet und betreut.

       
  1978

Mit der Eröffnung der Epilepsieklinik für Erwachsene wird das fachklinische Angebot auf Erwachsene ausgedehnt.

       
 

1892 bis 1913
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1967 bis 1978
1984 bis 1997
1998 bis 2001
2002 bis 2005

2006 bis 2008

1984 Anerkennung als Epilepsiezentrum mit überregionalem Versorgungsauftrag.
     
  1990

Schließung der Chirurgischen Abteilung des Korker Krankenhauses im Rahmen des Krankenhausbedarfsplanes Baden-Württemberg.Erweiterung der Epilepsieklinik für Erwachsene auf 48 Betten und Erweiterung der Präoperativen Diagnostik.

       
    1991

Fertigstellung und Bezug des Wohnheims am Lydia-Pfeifer-Weg für 54 erwachsene mehrfach behinderte Menschen.Start der Aktion "Korken für Kork".

       
    1994

Einrichtung einer Zweigwerkstatt im BASF-Industriepark Willstätt mit 80 Arbeitsplätzen.Sanierung und Umbau der denkmalgeschützten "Alten Landschreiberei" für die Nutzung als Begegnungsstätte für behinderte und nicht behinderte Menschen.

       
    1995

Eröffnung der Korkenverarbeitungsanlage auf dem Korkenhof mit einer Verarbeitungskapazität von über 3000 Kubikmeter Flaschenkorken jährlich.

       
    1996

Beginn des Projektes "Kork 2000" mit Sanierung und Umbau der Epilepsieklinik für Kinder und Jugendliche. Ziel des Projektes ist die räumliche Konzentration der klinischen Arbeit.

       
  1997

Verstärkte Zusammenarbeit mit dem Neurozentrum des Universitätsklinikums Freiburg und Eröffnung des "Epilepsiezentrums Freiburg - Kork". Die Einstufung in ein "Epilepsiezentrum Grad IV" beinhaltet sowohl die Intensiv-Diagnostik als auch die operative Therapie.
Eröffnung der Werkstatt für psychisch kranke Menschen in Kehl-Sundheim mit 20 Arbeitsplätzen.

       
 

1892 bis 1913
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2002 bis 2005
2006 bis 2008

1998 In einem mehrmonatigen Prozess erarbeiten die Mitarbeiter und Führungskräfte Leitsätze für die Arbeit in der Einrichtung.
     
  1999

Änderung der Satzung und Umstrukturierung der Einrichtung in fünf Geschäftsbereiche: Epilepsiezentrum Kork, Diakonieschulen Kork, Hanauerland Werkstätten, Korker Schwesternschaft, Wohnverbund Kork.
Die Geschäftsbereiche werden von einer inhaltlich und wirtschaftlich voll verantwortlichen Geschäftsführung geleitet. Träger der Einrichtung ist die "Diakonie Kork Epilepsiezentrum". Die Geschäftsführenden und der Vorstand des Trägers thematisieren in einer gemeinsamen Leitungskonferenz die die gesamte Einrichtung betreffende Belange.

       
    2000

Einführung und Umsetzung eines neuen Erscheinungsbildes für den Träger und für die Geschäftsbereiche.
Eröffnung einer stadtnahen Werkstatt für behinderte Menschen (100 Plätze) in der Ehrmannstraße in Kehl.
Ende 2000 werden die letzten 20 Betten der Medizinischen Klinik des Korker Krankenhauses geschlossen. Gleichzeitig wird eine Abteilung mit Ambulanz für schwerbehinderte Menschen eingerichtet.

       
 
       
      Eröffnung der "Alten Landschreiberei", einer Begegnungsstätte für behinderte und nicht behinderte Menschen
       
    2001

Beginn der Bauarbeiten am Neubau der Epilepsieklinik für Erwachsene. Eröffnung der Station "Tissot" für Menschen mit schwerer geistiger Behinderung.

       
  1892 bis 1913
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1967 bis 1978
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1998 bis 2001

2002 bis 2005
2006 bis 2008
2002

Sanierung des Schulhofs der Oberlinschule und Ausstattung mit körperbehindertengerechten Spielgeräten als große Spendenaktion.
Unter dem Motto "Begegnungen am Oberrhein" treffen sich Bewohner und Beschäftigte der Diakonie Kork mit Bewohnern des Sonnenhofs in Bischwiller (Elsaß).

       
    2003

Wettbewerb für die Gedenkstätte der 113 im Jahr 1940 ermordeten Heimbewohner aus Kork.
Fertigstellung des Neubaus der Epilepsieklinik für Erwachsene.

       
    2004

Zertifizierung der Hanauerland Werkstätten nach DIN EN ISO (9001:2000).Einweihung der Epilepsieklinik für Erwachsene unter Beteiligung des Sozialministers von Baden-Württemberg. 106 Planbetten im gesamten Epilepsiezentrum Kork.Feierliche Einweihung der Gedenkstätte für die 113 im Jahr 1940 getöteten Heimbewohner.Eröffnung des sanierten Allwetter-Sportplatzes der Diakonie Kork.

       
    2005

Gründung der gemeinnützigen GmbH "Diakonie Altenhilfe Kehl/Hanauerland" gemeinsam mit der Evangelische Jugend- und Altenhilfe Kehl e.V.
Gründung der "Förderstiftung Diakonie Kork".
30-jähriges Jubiläum der Anerkennung der Hanauerland Werkstatt als Werkstatt für Behinderte.
100-jähriges Jubiläum der Korker Schwesternschaft.
Gründung des Integrationsunternehmens "VISION gGmbH"

       
  1892 bis 1913
1939 bis 1966
1967 bis 1978
1984 bis 1997
1998 bis 2001

2002 bis 2005
2006 bis 2008
2006

Erster grenzüberschreitender, binationaler Epilepsiekongress in Straßburg.Eröffnung Werk IV der Hanauerland Werkstätten mit neuer Produktionsstätte für die Korkenverarbeitung.
Umzug von 25 Menschen mit Behinderungen aus dem Hauptgebäude in die Beethovenstraße Kehl.

       
    2007

Modellprojekt Epilepsie zur Verbesserung der Ausbildung und Eingliederung junger Menschen.
Spatenstich für ein Wohnhaus für 24 Menschen mit Behinderungen in Willstätt.

       
    2008

Spatenstich zur Seniorenwohnanlage "Am Tankgraben"

     
     
  Diakonie Kork · Landstrasse 1 · 77694 Kehl-Kork
Tel: 07851 / 84-0 · Fax: 07851 / 84-1200 · E-Mail: info@diakonie-kork.de