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Station "van
Gogh"
Mit dem Umzug in den Klinikneubau wurde die bisherige Station Schloss II
nach Vincent van Gogh, einem der prominentesten Epilepsiekranken, benannt.
Die Station van Gogh hat 15 Betten und widmet sich vor allem der konservativen
Epilepsietherapie. Dies beinhaltet, dass Patienten mit überwiegend
schwer einstellbaren Epilepsien im Rahmen des stationären Aufenthaltes
nach Möglichkeit auf besser wirksame und verträgliche antiepileptisch
wirksame Medikamente umgestellt werden. Während des stationären
Aufenthaltes wird nachhaltig durch das vielfältige Therapieangebot
dafür Sorge getragen, im ganzheitlichen Sinne ein besseres und vor
allem besser akzeptables Krankheitsverständnis zu erarbeiten. Dazu
bieten wir Hilfen im Umgang mit der Erkrankung an, um im individuellen Bedarfsfall
auch aktiv die sozialmedizinischen Probleme unserer Patienten anzugehen.
Station "Gastaut"
Die 18-Betten-Station Gastaut (vormals Station S IV) wurde mit dem Umzug
in den Klinikneubau nach Henri Gastaut, einem der führenden französischen
Epileptologen des 20. Jahrhunderts, benannt.
Im Hinblick auf konservative Epilepsietherapie und sonstige therapeutische
Hilfen steht der Station eine den anderen Stationen der Erwachsenenklinik
vergleichbare personelle Kapazität zur Verfügung.
Der Schwerpunkt der Stationsarbeit besteht aber in der umfangreichen und
zeiteffizienten Diagnostik von Epilepsien. Dies beinhaltet auch die Hinführung
zur präoperativen Epilepsiediagnostik, deren Kernstück mit Langzeit-Video-EEG
auf der Station IME angeboten wird. Patienten auf Station Gastaut
werden der über das Langzeit-Video-EEG hinaus notwendigen umfangreichen
Diagnostik unterzogen. Diese umfasst eingehende neurologische Testunter-suchungen,
bildgebende Diagnostik mittels Kernspintomographie (KST), Single Photon
Emission Computed Tomographie (SPECT) oder Positronen-Emissions-Tomographie
(PET), sodass letzten Endes mit größtmöglicher Präzision
eine zielgerichtete Beratung im Hinblick auf epilepsiechirurgische Möglichkeiten
erfolgen kann.
Station "Matthes"
Die bisherige Station S III wird mit dem Umzug in den Klinikneubau nach
Ansgar Matthes benannt. Er hat 1967 die Epilepsiekliniken begründet.
Die Station Matthes verfügt über 15 Betten und widmet sich ähnlich
wie die Station van Gogh vor allem der konservativen Epilepsietherapie,
das heißt medikamentösen Neueinstellungen bei Vorliegen einer
schwer therapierbaren Epilepsie.
Der besondere Schwerpunkt der Station Matthes liegt ansonsten in der Diagnostik
und Therapie von Patienten mit epileptischen aber auch mit nichtepileptischen
und überwiegend dissoziativen (früher: psychogenen) Anfällen.
In einem ganzheitlichen Behandlungskonzept wird dabei versucht, gerade
auch Patienten mit solchen nichtepileptischen Anfällen entscheidende
Hilfestellungen im Krankheitsverständnis und insbesondere bei der
Überwindung ihrer Krankheitssymptome zu geben.
Die Stationsteams setzen sich zusammen aus Ärzten, Psychologen, Krankenschwestern
und -pflegern sowie Heilerziehungspflegerinnen und -pflegern. Es wird
ergänzt von Therapeuten unterschiedlicher Spezialisierung übergreifend
für alle Stationen.
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