tesa vermittelt soziale Verantwortung

16.09.2016

Auszubildende des tesa-Werks in Offenburg haben sich einmal mehr in der Diakonie Kork engagiert. Diesmal waren es 43 junge Menschen, die acht verschiedene Projekte verwirklichten.

(fb) Die Auszubildenden stellten einen Geräteschuppen auf, bauten ein Gartenhaus, strichen in Wohngruppen Decken und Wände oder legten einen Barfußpfad an. Schon vor dem „großen Tag“ nahmen sie mit Mitarbeitenden der diakonischen Einrichtung Kontakt auf, um benötigtes Material zu bestellen, den Einsatz zu planen und erforderliche Werkzeuge zu organisieren. „Wir haben diesen Einsatz inzwischen fest in unserem Ausbildungskonzept verankert“, so Monika Gnoth, Ausbilderin bei tesa. „Die Auszubildenden verlassen ihre gewohnte Umgebung, müssen sich auf neue, andersartige Situationen einstellen, Projekte im Team abstimmen und alles im Detail planen.“ Neben dieser technischen Seite der Projektarbeit betont sie die soziale Intention des Einsatzes. Die Auszubildenden-Teams stimmen sich mit Menschen außerhalb des vertrauten Kollegenkreises ab. Sie lernen nachzufragen, wo Fragen offen sind. In der Begegnung mit den Menschen, die in den Wohnangeboten der Diakonie Kork leben oder arbeiten, lernten sie den Umgang mit Beeinträchtigungen kennen und im Miteinander zu kompensieren. „Manche Auszubildende haben mit diesem sozialen Engagement bei sich und den Projektbeteiligten Kompetenzen entdeckt, die ihnen mit Sicherheit auch im späteren Berufsleben helfen können“, blickt die Ausbilderin auf den Tag in der Diakonie Kork zurück. „Durch die Offenheit und Unmittelbarkeit mancher Bewohner in den Wohngruppen konnten anfängliche Berührungsängste leicht überwunden werden.“
Auch Sybille Wacker, Ehrenamtsbeauftragte der Diakonie Kork, war sehr angetan von der Herangehensweise. Sie würdigte sowohl das hohe Engagement in der Projektarbeit als auch die Offenheit für die Begegnung mit den Bewohnern und Beschäftigten der Einrichtung. Zum Auftakt hatte sie in einem kurzen Überblick die vielfältigen Arbeitsfelder der Diakonie Kork vorgestellt. Im Zentrum der Arbeit stehe meist die Begleitung von epilepsiekranken Menschen. Wacker machte auch deutlich, dass jeder Mensch in jedem Alter Epilepsie bekommen könne. Mehr als zwei Drittel der Erkrankten führen ein Leben ohne zusätzliche Beeinträchtigung. Die positiven Rückmeldungen von den tesa-Auszubildenden ermutigen beide, an eine Neuauflage im kommenden Jahr zu denken.

 

Projekte

Mailand-San Remo
für Kinder mit Epilepsie

Ein Patient der Epilepsieklinik für Kinder und Jugendliche dankt mit einer Spendenaktion für die erfolgreiche Behandlung.

Beratungsstellen

Das Epilepsiezentrum Kork trägt die EpilepsieBeratungsstelle in Kork mit einer Außenstelle in Karlsruhe.

Menschen ohne Lautsprache oder mit eingeschränkten Möglichkeiten zur Artikulation erhalten umfassende Beratung über technische und nicht technische Hilfsmittel in der Beratungsstelle "Unterstützte Kommunikation".

Hier gibt es Wissenswertes zur Krankheit "Epilepsie".

Modellprojekt Epilepsie

Das "Modellprojekt Epilepsie" unterstützt die berufliche Integration junger Menschen mit Epilepsie und weiteren Beeinträchtigungen.

mitMenschPreis

Das Projekt "zueinander-miteinander-füreinander" wurde mit dem mitMenschPreis ausgezeichnet und im Film dokumentiert.

 
 

 © Diakonie Kork