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Kinder und Jugendliche mit Epilepsien in Kindertagesstätte und Schule

05.09.2017

Zum „Tag der Epilepsie“ am 5. Oktober 2017 lädt das Epilepsiezentrum Kork ein zu einer Informationsveranstaltung für Lehrkräfte, Therapeuten, Pädagogen und Eltern. Kinder und Jugendliche mit Epilepsien in Kindertagesstätte und Schule.

Auf der Veranstaltung informieren Fachleute aus der diakonischen Einrichtung über Epilepsien, über mögliche Auswirkungen der Krankheit auf den Alltag der Kinder und auf deren soziales Umfeld. Es werden mit der Krankheit häufig einhergehende Probleme thematisiert und ermutigend Wege für alle Beteiligten aufgezeigt, sie zu überwinden.
Die Referenten thematisieren medizinische Grundlagen und gehen auf mögliche Auswirkun-gen der Epilepsie auf die Entwicklung ein. Weitere Akzente werden auf schulspezifische Ge-sichtspunkte sowie auf unterstützende Angebote gelegt, die das Sozialsystem betroffenen Kindern, deren Familien sowie Kindergärten und Schulen im Bedarfsfall bietet. Schließlich informieren die Mitarbeiterinnen der einzigen Epilepsieberatungsstelle in Baden-Württemberg über ihre Beratungsangebote.
Die Veranstaltung beginnt am 5. Oktober 2017 um 17 Uhr im Johanna-Barner-Saal der Dia-konie Kork (Kehl, Landstraße 1). Die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstalter bitten um Anmeldung bis 28. September 2017 per E-Mail: pnueckles@diakonie-kork.de oder Tel.: 07851/84-2503,  Fax: 07851/84-2201
In Deutschland leben knapp 800.000 Menschen mit Epilepsie. Es ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen des Gehirns – und dennoch wird sie häufig verschwiegen. Noch immer werden Kinder und Jugendliche mit Epilepsie aufgrund von Vorurteilen und Nichtwis-sen ihrer Bildungschancen beraubt und in ihren Entwicklungsmöglichkeiten eingeschränkt. Noch immer werden Kinder aus Unsicherheit über den Umgang mit der Erkrankung nicht in Kindergärten aufgenommen, obwohl mit einem Basiswissen über Epilepsie einer Aufnahme nichts entgegenstehen würde. Und noch immer werden Schüler aufgrund von Unsicherheit der Lehrer vom Sportunterricht oder von der Teilnahme am Landschulheimaufenthalt ausgeschlossen. Diese Praxis führt bei den Erkrankten häufig zu Fehlentwicklungen und einer vermeidbaren Sonderrolle.
Dass Kindern auf Grund einer Epilepsie Bildungs- und Entwicklungschancen nicht vorenthal-ten werden, war bereits 1892 die Motivation zur Gründung der heutigen Diakonie Kork.

 

Projekte

Mailand-San Remo
für Kinder mit Epilepsie

Ein Patient der Epilepsieklinik für Kinder und Jugendliche dankt mit einer Spendenaktion für die erfolgreiche Behandlung.

Beratungsstellen

Das Epilepsiezentrum Kork trägt die EpilepsieBeratungsstelle in Kork mit einer Außenstelle in Karlsruhe.

Menschen ohne Lautsprache oder mit eingeschränkten Möglichkeiten zur Artikulation erhalten umfassende Beratung über technische und nicht technische Hilfsmittel in der Beratungsstelle "Unterstützte Kommunikation".

Hier gibt es Wissenswertes zur Krankheit "Epilepsie".

Modellprojekt Epilepsie

Das "Modellprojekt Epilepsie" unterstützt die berufliche Integration junger Menschen mit Epilepsie und weiteren Beeinträchtigungen.

mitMenschPreis

Das Projekt "zueinander-miteinander-füreinander" wurde mit dem mitMenschPreis ausgezeichnet und im Film dokumentiert.

 
 

 © Diakonie Kork