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Diakonie Kork feierte Hausfest in Schneeflären

11.09.2017

„Herzlich willkommen im „ersten Haus am Platz“, begrüßte Hausleiter Thomas Notter mit einem Augenzwinkern die Gäste des Hausfestes am Wohnhaus der Diakonie Kork im Wohngebiet Schneeflären. Seit rund einem Jahr leben hier 24 Menschen mit Behinderungen.

„Eine bewegte Zeit“, bilanzierte Notter, „gefüllt mit der Gruppenbildung in neuen Räumen, geänderten Teams und letzten Arbeiten im und um das Haus. Jetzt sind wir gespannt auf die Nachbarn, die nach und nach einziehen werden.“
In einer Andacht nahm Pfarrerin Andrea Schlechtendahl die Verschiedenheit der Menschen im Kontext des Zusammenlebens auf. Verschiedenheit sei Grundlage und Ausdruck der Schöpfung und führe zu einer Vielfalt und Farbigkeit des menschlichen Zusammenlebens. Reibereien und Konflikte seien ein natürliches Ergebnis dieser Vielfalt. „Aber gerade wenn es richtig stürmt und regnet, bildet sich ein farbiger Regenbogen am Himmel“, so Schlechtendahl. „Mit dem Regenbogen verbunden ist seit der Schöpfung Gottes Zusage: Egal was kommt, egal wie bunt es bei euch zugeht – ich werde mit euch gehen in Farben des Lebens und ich werde bei euch sein.“ Als bleibende Erinnerung an diesen Gottesdienst malten Gottesdienstbesucher gemeinsam an einem Bild, das die Buntheit und Vielfalt ausdrückte. Es wird künftig im Haus aufgehängt werden.

Die bunte Vielfalt malten Besucher des Gottesdienstes beim Hausfest in Schneeflären. Hausleiter Thomas Notter (l.) und Pfarrerin Andrea Schlechtendahl freuten sich über die Umsetzung des Gottesdienstthemas.

Im Anschluss an den Gottesdienst konnten die Festbesucher das Haus von innen kennenlernen. Bewohner und Mitarbeitende erläuterten konzeptionelle Überlegungen und erzählten konkret aus dem Alltag in einer Wohngruppe.
Im Treppenhaus sahen die Besucher Bilder aus einem Projekt von Bewohnern des Hauses sowie Auszubildenden der Diakonie Kork und der Volksbank Bühl. An mehreren Nachmittagen ließen diese gemeinsam ihrer Kreativität freien Raum und setzten sie in Farben und Formen um. Weil ihnen diese Begegnung so viel Freude machte, trafen sich die Beteiligten an späteren Nachmittagen zum gemeinsamen Spiel.
Das Haus in der Astrid-Lindgren-Straße 9 ersetzt bisherige Wohnangebote der Diakonie Kork. Als Standard für alle Bewohnerinnen und Bewohner hat es barrierefreie Einzelzimmer. Die Bewohner des Hauses haben alle geistige oder körperliche Beeinträchtigungen sowie meist eine Epilepsie. Sie leben in vier Wohngemeinschaften mit jeweils sechs Personen. Mit dem Standort in einem neuen Wohnquartier setzt die Diakonie Kork einen weiteren Akzent im Bemühen um die Dezentralisierung und Gemeindeintegration.

 

Projekte

Mailand-San Remo
für Kinder mit Epilepsie

Ein Patient der Epilepsieklinik für Kinder und Jugendliche dankt mit einer Spendenaktion für die erfolgreiche Behandlung.

Beratungsstellen

Das Epilepsiezentrum Kork trägt die EpilepsieBeratungsstelle in Kork mit einer Außenstelle in Karlsruhe.

Menschen ohne Lautsprache oder mit eingeschränkten Möglichkeiten zur Artikulation erhalten umfassende Beratung über technische und nicht technische Hilfsmittel in der Beratungsstelle "Unterstützte Kommunikation".

Hier gibt es Wissenswertes zur Krankheit "Epilepsie".

Modellprojekt Epilepsie

Das "Modellprojekt Epilepsie" unterstützt die berufliche Integration junger Menschen mit Epilepsie und weiteren Beeinträchtigungen.

mitMenschPreis

Das Projekt "zueinander-miteinander-füreinander" wurde mit dem mitMenschPreis ausgezeichnet und im Film dokumentiert.

 
 

 © Diakonie Kork