de

Tuberöse Sklerose Zentrum Kork

Bei der Tuberösen Sklerose führen genetische Veränderungen (Mutationen) zur Störung der zentralen Steuerung des Zellwachstums und von daher zu Manifestationen der Erkrankung an ganz verschiedenen Organsystemen. Die Tuberöse Sklerose ist somit eine Multiorganerkrankung, wird von daher neuerdings auch als Tuberöse Sklerose Komplex bezeichnet. Verschiedene Organsysteme können betroffen sein, das Gehirn, die Haut, die Augen, das Herz, die Nieren, die Lunge, aber auch die Nägel und die Zähne, um die wichtigsten Manifestationen zu nennen.

Das Epilepsiezentrum Kork als TSC-Zentrum

Tuberöse Sklerose Zentrum Kork - anerkanntes Zentrum der Tuberöse Sklerose Deutschland e.V.Das Epilepsiezentrum Kork mit Ambulanzen und 121 stationären Betten engagiert sich seit seiner Gründung 1967 über die Epilepsie hinaus auch für die Belange von Menschen mit Tuberöser Sklerose. Die Klinik für Kinder und Jugendliche (44 Betten), die Klinik für Erwachsene (48 Betten), die Intensiv-Monitoring-Einheit (4 Betten)  und die Séguin-Klinik für Menschen mit schwerer geistiger Behinderung (25 Betten) sehen sich in dieser Tradition.

Im Februar 2014 wurde das Epilepsiezentrum Kork durch die Tuberöse Sklerose-Gesellschaft als TSC-Zentrum nach 2009 erneut zertifiziert. An Tuberöse Sklerose erkrankte Menschen aller Altersstufen können in Kork mit hoher Fachkompetenz ambulant oder stationär betreut werden. Zum umfassenden Konzept der Klinik gehört die enge Zusammenarbeit mit Neuropsychologen sowie mit dem Sozialdienst, sofern bei den Angehörigen eine Begleitung in sozialen Fragen erforderlich ist. Falls Kinder oder Erwachsene im häuslich-familiären Rahmen nicht mehr begleitet werden können, bietet der Wohnverbund Kork Möglichkeiten zur Aufnahme in Wohngruppen. Das Einzelzimmer ist hier inzwischen Standard. Die ärztliche Versorgung des Wohnverbundes Kork ist der Séguin-Klinik angegliedert, ebenso die Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation der Diakonie Kork. Mit der räumlichen Nähe zur Oberlinschule, einer Schule für Körperbehinderte, ist zusätzlich die Förderung bei „Autismus“ gewährleistet.

Seit Anfang 2009 arbeitet das Epilepsiezentrum Kork in einem grenzüberschreitenden Projekt mit der Universitätsklinik Straßburg zusammen. Die neuropädiatrische Abteilung in Straßburg ist als französisches Referenzzentrum für TS eingestuft. Die räumliche Nähe beider Einrichtungen zueinander ermöglicht auch für TS einen fachlichen Austausch und eine wechselseitige Erweiterung vorhandener Kompetenzen.

hier erhalten Sie weitere Informationen zum DownloadFlyer, Tuberöse Sklerose-Zentrum Kork

Zertifizierungsurkunde 2014

Sie haben weitere Fragen oder wollen mehr über das TSC im Epielepsiezentrum Kork erfahren, dann finden Sie hier weiterführende Informationen und die Kontaktdaten zu unseren Ansprechpartnern.

Welche Einrichtugnen arbeiten im Tuberöse Sklerose Zentrum (TSC) zusammen?

Forschung und Lehre im Epilepsiezentrum Kork und im TSC.

Das Epilepsiezentrum Kork und damit das TSZ Kork verfügt über eine eigene Studienabteilung für Medikamentenstudien bei Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen. Kork ist an vielen nationalen und internationalen Medikamentenstudien beteiligt, welches den zu behandelnden Patienten durch den jeweils neusten Forschungsstand der antikonvulsiven Therapie zu gute kommt. Auch bzgl. Therapiealternativen wie Ketogener Diät und Modifizierter Atkins-Diät laufen Studien speziell in Hinsicht auf die TS in Zusammenarbeit mit Straßburg.

Ferner hat Chefarzt Prof. Dr. med. Martin einen Lehrauftrag an der Medizinischen Klinik der Universitätsklinik Freiburg für „Medizin für Menschen mit geistiger Behinderung“, in dessen Rahmen auch die TSC ausführlich behandelt wird.

Moderne Medizin mit langer Tradition im Epilepsiezentrum Kork.

„Kork“ steht in der badischen Diakonie stellvertretend als Kürzel für die Diakonie Kork und für eine herausragende Epilepsiediagnostik und -therapie. Gegründet 1892 widmet sich die Einrichtung seit ihren Anfängen ohne Unterbrechung Menschen mit Epilepsie und bietet Hilfe und Begleitung. Menschen mit Problemepilepsien besuchen für befristete Aufenthalte die Epilepsiekliniken des Epilepsiezentrums Kork.

Für Kinder und Jugendlichen unterhält die Spezialeinrichtung eine Schule für Körperbehinderte und steht damit in Kontinuität zu der Aufgabenstellung der „Gründerzeit“.

Höchste Kompetenz im TSC.

Die Kliniken in Kork sind zusammen mit dem Neurozentrum Freiburg als „Epilepsiezentrum Grad IV“ eingestuft. Sie bieten den Patienten alle modernen diagnostischen Verfahren und Epilepsietherapien, auch in Kooperation mit anderen spezialisierten Einrichtungen. Dies schließt medikamentöse Behandlungen, ketogene Diät / Atkins Diät, Vagusnervstimulation und die Epilepsiechirurgie ein.

Als Akademisches Lehrkrankenhaus vermitteln die Kliniken ihre Kompetenz auch an Studierende der Universitätsklinik Freiburg.

Das Leitbild der Diakonie Kork ist geprägt von einer ganzheitlichen Sichtweise, die sich im Menschenbild und Leistungsangebot widerspiegelt. Die Betreuung der Patienten erfolgt im interdisziplinären Team durch erfahrene Ärzte und durch hoch motivierte Teams aus Mitarbeitenden in Pflege und Pädagogik. Dieses Team arbeitet jeweils eng mit Psychologen, Sozialarbeitern, Physiotherapeuten und spezifischen pädagogischen Diensten zusammen und versuchen, für jeden Patienten das bestmögliche individuelle Behandlungsangebot zu erstellen.

Ihre Ansprechpartner für alle Fragen zum TSC.

Dr. med. Adelheid Wiemer-Kruel

Leitende Oberärztin der Klinik für Kinder und Jugendliche
 
Tel.: 07851/84-2230
awiemer@epilepsiezentrum.de

Dr. med. Adelheid Wiemer-Kruel
Dr. med. Adelheid Wiemer-Kruel
 

Prof. Dr. med. Peter Martin

Chefarzt der Séguin-Klinik

Tel.: 07851/84-2470
pmartin@epilepsiezentrum.de

Prof. Dr. med. Peter Martin
Prof. Dr. med. Peter Martin
 
 

Projekte

Mailand-San Remo
für Kinder mit Epilepsie

Ein Patient der Epilepsieklinik für Kinder und Jugendliche dankt mit einer Spendenaktion für die erfolgreiche Behandlung.

Beratungsstellen

Das Epilepsiezentrum Kork trägt die EpilepsieBeratungsstelle in Kork mit einer Außenstelle in Karlsruhe.

Menschen ohne Lautsprache oder mit eingeschränkten Möglichkeiten zur Artikulation erhalten umfassende Beratung über technische und nicht technische Hilfsmittel in der Beratungsstelle "Unterstützte Kommunikation".

Hier gibt es Wissenswertes zur Krankheit "Epilepsie".

Modellprojekt Epilepsie

Das "Modellprojekt Epilepsie" unterstützt die berufliche Integration junger Menschen mit Epilepsie und weiteren Beeinträchtigungen.

mitMenschPreis

Das Projekt "zueinander-miteinander-füreinander" wurde mit dem mitMenschPreis ausgezeichnet und im Film dokumentiert.

 
 

 © Diakonie Kork