Urlaubswünsche werden wahr

18.06.2018

Die Offenen Hilfen bieten Freizeit- und Urlaubsangebote für Menschen mit Behinderungen.. Aufgrund ihrer Erfahrung und ihrer Fachkenntnisse wissen die Mitarbeitende der Offenen Hilfe, wie eine Unterkunft beschaffen sein muss, dass auch Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen zurechtkommen. Auch Freizeitaktivitäten vor Ort sind so gestaltet, dass niemand davon ausgeschlossen wird. Bewohner in der Diakonie Kork, die in der Heilpädagogischen Förderung beschäftigt sind, verfügen jedoch oft nur über sehr begrenzte finanzielle Mittel. So sind für einige Bewohner selbst verhältnismäßig günstige Urlaube nur durch Spenden möglich.

Situation vor Ort

So genießt es Patricia Marz aus vollen Zügen, wenn sie mit den „Offenen Hilfen“ der Diakonie Kork einige Tage verreisen kann. Seit ihrem sechszehnten Lebensjahr lebt sie in der Diakonie Kork und ist in der Heilpädagogischen Förderung beschäftigt. Sie hat keine Angehörigen mehr, die sie besuchen könnten. Auch Geschenke zum Geburtstag oder anderen Gelegenheiten von Eltern oder Geschwistern erhält sie so nicht. Vieles wird von der Wohngruppe „aufgefangen“, sie ist ihre Familie und ihr Zuhause ist die Diakonie Kork. Aber auch wir kommen an unsere Grenzen. Vor kurzem wollte Patricia Marz an einem viertägigen Urlaub im Schwarzwald teilnehmen, der sog. Sternwanderung. Die Unterkunft erfolgt in einem Ferienhaus mit Selbstverpflegung. Kleine Tagesauflüge und Wanderungen sind genau das, was Patricia Marz Freude macht. Sie ist gerne draußen und genießt es mit einer kleinen Gruppe unterwegs zu sein. Als Beschäftigte der Heilpädagogischen Förderung kann sie jedoch nicht genug Geld sparen, um selbst diese viertägige Urlaubsreise zu bezahlen.

 

Unser Projekt

So wie Patricia Marz geht es vielen Bewohnern in der Diakonie Kork. Es gibt keine Angehörigen, die sie mit Geschenken oder Geldbeträgen unterstützen könnten. Sie werden sie in der Diakonie Kork tagsüber begleitet und betreut. Aufgrund ihrer komplexen Beeinträchtigungen haben sie einen hohen Assistenzbedarf, das heißt auch bei kleinen Urlaubsreisen müssen Fachkräfte als Begleitpersonen mitfahren. Sie wissen, was die Bewohner aufgrund ihrer Beeinträchtigung brauchen, was sie selbst machen können und wo sie Unterstützung brauchen. Ein zentraler Punkt ist auch, dass sie sich mit der Krankheit Epilepsie auskennen.

 

Ihre Mithilfe

Im Falle von Patricia Marz konnte ihr die Teilnahme an der Sternwanderung durch freie Spenden in Höhe von 250 Euro ermöglicht werden. Ein kleiner Restbetrag bezahlte sie von ihrem Taschengeld. Patricia Marz ist jedoch nicht die einzige. Es gibt noch andere Bewohner, die zum Beispiel gerne an der Sternwanderung oder einem Sommerurlaub in Seewald, Nord-Schwarzwald oder am Luegsteinsee in Bayern teilnehmen würden. In beiden Häusern versorgen sich die Gruppen selbst, es wird gemeinsam eingekauft und gekocht.
Jeder Beitrag hilft!
Für einen Cafébesuch mit zwei Personen sind beispielsweise rd. 12 Euro zu rechnen.
Der Sommerurlaub in Seewald, Nord-Schwarzwald kostet pro Tag rd. 75 Euro, der achttägige Urlaub am Luegsteinsee rd. 90 Euro/Tag.
Ihre Spende kommt direkt Menschen mit Beeinträchtigungen zugute. Sie schenken ihnen Freude und Kraft für die Bewältigung ihrer besonderen Herausforderungen.

 
 

Projekte

Mailand-San Remo
für Kinder mit Epilepsie

Ein Patient der Epilepsieklinik für Kinder und Jugendliche dankt mit einer Spendenaktion für die erfolgreiche Behandlung.

Beratungsstellen

Das Epilepsiezentrum Kork trägt die EpilepsieBeratungsstelle in Kork mit einer Außenstelle in Karlsruhe.

Menschen ohne Lautsprache oder mit eingeschränkten Möglichkeiten zur Artikulation erhalten umfassende Beratung über technische und nicht technische Hilfsmittel in der Beratungsstelle "Unterstützte Kommunikation".

Hier gibt es Wissenswertes zur Krankheit "Epilepsie".

Modellprojekt Epilepsie

Das "Modellprojekt Epilepsie" unterstützt die berufliche Integration junger Menschen mit Epilepsie und weiteren Beeinträchtigungen.

mitMenschPreis

Das Projekt "zueinander-miteinander-füreinander" wurde mit dem mitMenschPreis ausgezeichnet und im Film dokumentiert.

 
 

 © Diakonie Kork