Der Dezentralisierungsprozess

Integration vs. Inklusion

Auf 10 bis 15 Jahre veranschlagen die Verantwortlichen der Diakonie Kork 2005 einen Umstrukturierungsprozess der Wohnangebote im Wohnverbund Kork, der zugleich auch Auswirkungen auf die Arbeit in den anderen Geschäftsbereichen und Dienstleistungsbereichen hat.

Der Dezentralisierungsprozess der Diakonie Kork ist eine Antwort auf gesetzliche Vorgaben im Sozialgesetzbuch (SGB IX) und auf Diskussionen in der Fachwelt, die für Menschen mit Behinderungen Normalisierung und Teilhabe an der Gesellschaft fordern.

In den Leitlinien des baden-württembergischen Sozialministeriums (2005) zum Thema Dezentralisierung von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen heißt es:

„Ein notwendiger Schritt zum Wohnen und Leben mitten in der Gemeinde ist die Dezentralisierung von großen Einrichtungen. Dies bedeutet daher den Abbau von Plätzen oder die Verlagerung der Kapazitäten in kleinere Einheiten in Wohngebieten“.

Diese Leitlinien sind Richtschnur für die Sozialplanung der Stadt- und Landkreise. Diese sozialpolitische Zielsetzung nimmt die Diakonie Kork auf und will einen Teil der Wohnangebote in kleine, gemeindeintegrierte Wohneinheiten umwandeln, in der Regel in der Region des Hanauerlandes. Hinzu kommt der erhebliche Sanierungsbedarf bei bestehenden Wohnangeboten auf dem Gelände der Einrichtung.

Die vom Sozialministerium genehmigten Ersatzbauten sollen dezentral errichtet werden. Angestrebt ist das Einzelzimmer als Standardangebot. In der Regel sollen sechs Menschen mit Behinderungen in einer Wohngruppe leben. Diese Festlegung entspricht der von Aktion Mensch geforderten Größenordnung von maximal 24 Plätzen pro Wohneinheit. Ein Teil der Wohnangebote wird weiterhin auf dem Stammgelände verbleiben. Der selbstbestimmte Wunsch der Bewohnerinnen und Bewohner steht bei den Planungen stets an oberster Stelle. Die geplante Verbesserung der Wohnqualität durch kleinere Wohneinheiten wird sowohl in gemeindeintegrierten Wohnungen als auch auf dem Campus in Kork angestrebt.

Auf dem Gelände werden langfristig etwa 100 Plätze verbleiben.

Über einen Masterplan werden die Vorgaben zur Landesheimbauverordnung umgesetzt. Diese ergänzen den Dezentralisierungsprozess. Da wir die Vorgaben im Sinner der bei uns lebenden Menschen ganz umsetzten wollen, wird der Umsetzungsplan bis 2031 andauern.

 

Projekte

Mailand-San Remo
für Kinder mit Epilepsie

Ein Patient der Epilepsieklinik für Kinder und Jugendliche dankt mit einer Spendenaktion für die erfolgreiche Behandlung.

Beratungsstellen

Das Epilepsiezentrum Kork trägt die EpilepsieBeratungsstelle in Kork mit einer Außenstelle in Karlsruhe.

Menschen ohne Lautsprache oder mit eingeschränkten Möglichkeiten zur Artikulation erhalten umfassende Beratung über technische und nicht technische Hilfsmittel in der Beratungsstelle "Unterstützte Kommunikation".

Hier gibt es Wissenswertes zur Krankheit "Epilepsie".

Modellprojekt Epilepsie

Das "Modellprojekt Epilepsie" unterstützt die berufliche Integration junger Menschen mit Epilepsie und weiteren Beeinträchtigungen.

mitMenschPreis

Das Projekt "zueinander-miteinander-füreinander" wurde mit dem mitMenschPreis ausgezeichnet und im Film dokumentiert.

 
 

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