Therapiebad auch für Patienten

05.09.2019

Vor vier Jahren feierte die Diakonie Kork die Wiedereröffnung des Therapiebads „Wassertropfen“. Mit viel Engagement des Vereins „Wassertropfen e.V.“ konnte damals allein durch Spenden die finanziellen Mittel für eine Sanierung aufgebracht werden. Vor allem Schülerinnen und Schüler des Oberlin-Schulverbundes profitieren von dem hauseigenen Therapiebad. Aber auch Bewohner und Patienten der Séguinklinik nutzen das Bad für ihre Therapie.

Patienten im Wassertropfenbad

Im Gespräch mit den Physiotherapeuten und dem Chefarzt der Séguinklinik, Prof. Dr. Martin, wird deutlich, wie wichtig das Therapiebad für die Behandlung der Patienten ist. „Das warme Wasser hat eine besonders positive Wirkung auf die Muskulatur. Das warme Wasser entspannt die Patienten und die Bewegungsmöglichkeiten sind vielfältiger und gelingen leichter.“, so Prof. Martin. Außerdem ist die Körperwahrnehmung eine andere. So kann ein Rollstuhlfahrer im Wasser eine aufrechte Position einnehmen und erhält ein anderes Gefühl für seinen Körper. Gemeinsam mit Ergotherapeuten und Physiotherapeuten gehen einzelne Patienten in einmal die Woche ins Therapiebad. Das überdurchschnittlich warme Wasser fördert die Therapie.
„Durch andere Bewegungsabläufe im Wasser, werden andere Muskelgruppen in Anspruch genommen. Diese werden wiederum gestärkt. Und auch der Spaßfaktor kommt ganz nebenbei nicht zu kurz. Es darf herum geplanscht werden, Bälle und Wasserpistolen kommen zum Einsatz. Die Patienten sind einfach motivierter und auch Tage nach dem Therapiebadbesuch spürt man die positiven Auswirkungen.“, erklärt eine der Physiotherapeutinnen.
Um auch weiterhin die hohen Kosten für das Therapiebad decken zu können, ist die Diakonie Kork auf Spenden angewiesen.
Die Séguinklinik ist Teil des Epilepsiezentrums der Diakonie Kork. Als Neurologische Klinik ist sie Anlaufstelle für Menschen mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung.

 

Projekte

Mailand-San Remo
für Kinder mit Epilepsie

Ein Patient der Epilepsieklinik für Kinder und Jugendliche dankt mit einer Spendenaktion für die erfolgreiche Behandlung.

Beratungsstellen

Das Epilepsiezentrum Kork trägt die EpilepsieBeratungsstelle in Kork mit einer Außenstelle in Karlsruhe.

Menschen ohne Lautsprache oder mit eingeschränkten Möglichkeiten zur Artikulation erhalten umfassende Beratung über technische und nicht technische Hilfsmittel in der Beratungsstelle "Unterstützte Kommunikation".

Hier gibt es Wissenswertes zur Krankheit "Epilepsie".

Modellprojekt Epilepsie

Das "Modellprojekt Epilepsie" unterstützt die berufliche Integration junger Menschen mit Epilepsie und weiteren Beeinträchtigungen.

mitMenschPreis

Das Projekt "zueinander-miteinander-füreinander" wurde mit dem mitMenschPreis ausgezeichnet und im Film dokumentiert.

 
 

 © Diakonie Kork